• Hypnotherapie

    „Jede Krankheit entsteht im Geiste.“ (Paracelsus)

  • Neurofeedback

    Die Aktivierung von Gehirnarealen kann sich positiv auf z.B. ADHS auswirken.

  • ADS-Behandlung bei Erwachsenen

    Die Lösung trägt jeder schon in sich. Gemeinsam finden wir sie.

  • Schwangerschaft

    Geht es der Mutter gut, geht es dem Baby gut. Mutter und Baby sind eins.

  • Ausbildung

    Prüfungsvorbereitung: Mit Superlearning zum Heilpraktiker für Psychotherapie.

Autogenes Training

Der Kurs: „Entspannt durch den Alltag“ basiert auf den Erkenntnissen des Autogenen Trainings.

Autogenes Training ist eine weit verbreitete und wissenschaftlich anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische Störungen vorzubeugen. Es ermöglicht ein Verständnis und Erleben des Zusammenspiels zwischen Körper und Geist in Wechselwirkungen im Alltag oder in Stresssituationen. Beherrscht man das Autogene Training, so kann man dem Alltagsstress wirkungsvoll begegnen sowie körperlichen und psychischen Beschwerden vorbeugen.
Durch Abbau von Nervosität, Unsicherheit und Schlafstörungen gelingt es, innerhalb kurzer Zeit zu entspannen und dem Körper wichtige Energie zurückzugeben.
Mit ganz individueller, formelhafter Vorsatzbildung kann man z. B. seine Kreativität und Konzentration fördern, Ziele erreichen, den „inneren Schweinehund“ überwinden, das Selbstbewusstsein stärken oder Ziele erfolgreich verwirklichen.

Dauer/ Kosten: 8 x 90 Minuten, 105 €
Dieser Kurs dient der Prävention und wird für gesetzlich Versicherte von den Krankenkassen bezuschusst.

Termine

 

Wirkung der Übungen

Allgemeine Wirkung Autogenes Training ist ein vom Selbst (autos) sich entwickelndes (gen = werden), systematisches Üben (Training). Es funktioniert, weil Körperliches und Seelisches immer gemeinsam zu Reaktionen führen. Diese sind im Alltag unbewusst, können aber positiv beeinflusst und somit gesteuert werden. Durch Lenkung der Aufmerksamkeit auf Prozesse im Körper, der Ausschaltung von Außenreizen und der gleichzeitigen Verwendung von formelhaften Vorsätzen, kommt es zu einer Verknüpfung zwischen den Prozessen und den Wunschformeln. Ebenso wird der Spannungszustand verringert. Dies geschieht, da man sich im völligen Entspannungszustand in einer Art Hypnose befindet und Zugang zu seinem Unterbewusstsein hat. Man kann dabei alles hören, darauf reagieren und ggf. kontrollieren. Man ist keinesfalls dem Kursleiter ausgesetzt, sondern ausschließlich auf seine eigene formelhafte Vorsatzbildung konzentriert.

Ruhetönung Die Ruhetönung dient dem Ankommen im Raum, der Wahrnehmung des eigenen Körpers und ermöglicht dem Kursteilnehmer, sich auf die folgenden Übungen zu konzentrieren.

Schwereübung Als Schwere wird im AT die Eigenschwere des Körpers bezeichnet, welche man durch völlige Hingabe und der Hinwendung der Aufmerksamkeit wahrnehmen kann. Die Schwereübung führt allgemein zur Entspannung der Willkürmuskulatur. Psychischer Stress (z.B. Sorgen bezüglich der Zukunft, Ärger im Beruf oder mit dem Partner) rufen muskuläre Verspannungen hervor. Verspannungen führen zu Schmerzen, welche weitere Verspannungen auslösen. Ein sich steigernder Kreislauf entsteht. In der Geburtsvorbereitung können beispielsweise Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur der Schwangeren Schwierigkeiten bereiten. Durch Entspannung kommt es zu einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur. Dies führt auch dazu, dass der Muskulatur mehr Sauerstoff zu Verfügung gestellt wird. Dieser wird von den Muskeln für Stoffwechselprozesse benötigt. Ist seine Konzentration zu gering, kann es zu Verspannungen oder Muskelkater kommen.

Wärmeübung Die Wärmeübung führt allgemein zur Entspannung der Gefäßmuskulatur und somit zur Gefäßerweiterung. Bei Wut, Ärger, Angst (alles Emotionen, die während einer Geburt auftreten können) oder Notfallsituationen, reagiert der Körper evolutionsbedingt, wie bei einem Fluchtverhalten. Blut wird in die Leiborgane des Körpers und ins Gehirn gepumpt, um beispielsweise schnell wegrennen zu können. Folglich werden Arme und Beine „blutärmer“ und fühlen sich kalt an. Dadurch wird das Blutvolumen verringert. Die Arterien (= Blutgefäße) werden verengt, der Blutdruck erhöht und die Durchblutung der Muskeln wird verschlechtert. Dies führt zu Verspannungen und zu erhöhten Schmerzen. Ziel der Wärmeübung ist es, eine bewusste Gefäßerweiterung herbei zu führen. Z.B. bei hohem Blutdruck kann diese Übung sehr hilfreich sein. Des Weiteren kann sie eingesetzt werden, um hormonellen Stimmungsschwankungen auszugleichen und den emotionalen und letztlich auch körperlichen Folgen vorzubeugen.

Atemübung Die Atemübung dient dem bewussten Erleben der Atmung und ihrer (begrenzten) Steuerung. Prinzipiell ist die Atmung ein passiver Vorgang. Z.B. Erregung, Angst, Zorn oder ein Schreck führen zu ihrer Beschleunigung. Eine harmonische Stimmung hingegen führt zu einer gleichmäßigen, tiefen Atmung. Die Konzentration auf die Atmung erhöht den Entspannungszustand und beeinflusst die Wirkung der vorherigen Übungen positiv. In ungewohnten Situation bsw. atmen manche Personen falsch. So führt das schnelle, flache Einatmen zur Erniedrigung der Kohlenstoffdioxidspannung. Dies kann zu Kribbelgefühlen und anderen Missempfindungen, sowie Verkrampfungen führen. Z.B. die Konzentrationsfähigkeit wird als Folge davon verringert.

Herz-/Pulsübung Die Herz-/Pulsübung dient dem bewussten Erleben des Herzschlages und seiner (begrenzten) Steuerung. Ein gleichmäßiger Rhythmus des Herzens/ Pulses hat eine beruhigende, ausgleichende Wirkung auf den Organismus. Durch die bewusste Konzentration auf den Herzschlag/ Puls gelingt es, von der Herzschlag/ Plus erhöhenden Situation abzulenken und sich zu beruhigen. Ein erhöhter Herzschlag/ Puls ist meist gesundheitlich nicht förderlich und sollte so schnell es geht, wieder normalisiert werden.

Bauchraumübung Die Bauchübung dient allgemein zur Regulation der Bauchorgane und der Anregung der Verdauungstätigkeiten. Der Plexus solaris (Sonnengeflecht) befindet sich an der Rückenwand der Bauchhöhle und ist eine zentrale Anhäufung von Nervenknoten, deren Nervenfasern Muskeln und Organe des gesamten Bauchraums erreichen. Hauptwirkung ist die Zunahme der Darmmotilität. Die Konzentration auf den Plexus solaris führt zur Mehrdurchblutung der Bauchorgane. Personen, die unter Sodbrennen, Völlegefühl oder Magendruck leiden, kann die Bauchraumübung helfen und auf natürliche Weise für Erleichterung sorgen. Die Durchwärmung (auf Grund der erhöhten Durchblutung) kann zur Vorbeugung von Schmerzen und zur Entspannung innerer Organe führen. Die Erhöhung der Darmmotilität kann zur inneren Reinigung oder als natürliches „Abführmittel“ genutzt werden.

Stirn-/ Kopfübung Die Stirn-/ Kopfübung dient der Eingrenzung aller anderen Übungen, sodass der Übende in der Lage bleibt, das Geschehene zu steuern. Ebenso dient sie der Erfrischung und Kühlung, sodass anschließend konzentriert weiter gearbeitet werden kann. Das Wärmeerlebnis der anderen Übungen wird vom Kopf ferngehalten. Wärmeempfindungen am Kopf werden meist als unangenehm beschrieben und können zu Kopfschmerzen führen. Die Stirn-/ Kopfübung kann bei nicht organischen Kopfschmerzen und solchen, die auf Grund von Nackenverspannungen auftreten Linderung herbei führen.