• Hypnotherapie

    „Jede Krankheit entsteht im Geiste.“ (Paracelsus)

  • Neurofeedback

    Die Aktivierung von Gehirnarealen kann sich positiv auf z.B. ADHS auswirken.

  • ADS-Behandlung bei Erwachsenen

    Die Lösung trägt jeder schon in sich. Gemeinsam finden wir sie.

  • Schwangerschaft

    Geht es der Mutter gut, geht es dem Baby gut. Mutter und Baby sind eins.

  • Ausbildung

    Prüfungsvorbereitung: Mit Superlearning zum Heilpraktiker für Psychotherapie.

Autogenes Training als Geburtsvorbereitung

Autogenes Training ist eine weit verbreitete und wissenschaftlich anerkannte Methode, um Stress und psychosomatischen Störungen vorzubeugen.
Durch Abbau von Nervosität, Unsicherheit und Schlafstörungen gelingt es, innerhalb kurzer Zeit zu entspannen und dem Körper wichtige Energie zurückzugeben.

Autogenes Training als Geburtshilfe
Das Unterbrechen der „Spannungs-Schmerz-Spirale“ hilft während der Wehen, die Beckenbodenmuskulatur zu entspannen und den Muttermund zu öffnen. Die Anzahl und Dauer der Wehen werden verringert, die Schmerzen gelindert.
Mit Autogenem Training kann die Eröffnungsphase verkürzt werden.

Je entspannter Sie sind, desto schneller vergeht die Eröffnungsphase und desto mehr Energie können Sie für die Austreibungsphase sammeln

Autogenes Training kann Sie die Geburt als natürlichen und gefahrlosen Prozess erleben lassen.

* Dieser Kurs wird für alle Teilnehmer von den gesetzlichen Krankenkassen mit mind. 75€ bezuschusst und gilt als Präventionskurse aus dem Bereich Entspannung (gem. § 20 SGB V). Die Basis ist das Autogene Training, welches mit einer Vielzahl an schwangerschafts- und geburtsspezifischen Inhalten ergänzt wird. Das Autogene Training selbst ist so wirksam, dass die Krankenkassen dies auch für die Begleitpersonen bezuschussen. Daher können alle Teilnehmer (auch die Begleitpersonen) den Kurs bei den KK abrechnen. Schwangere können zusätzlich noch einen weiteren Geburtsvorbereitungskurs bei ihrer Hebamme besuchen und den ebenfalls bei ihrer KK abrechnen.

 

Wirkung der Übungen

Autogenes Training ist ein vom Selbst (autos) sich entwickelndes (gen = werden), systematisches Üben (Training). Es funktioniert, weil Körperliches und Seelisches immer gemeinsam zu Reaktionen führen. Diese sind im Alltag unbewusst, können aber positiv beeinflusst und somit gesteuert werden. Durch Lenkung der Aufmerksamkeit auf Prozesse im Körper, der Ausschaltung von Außenreizen und der gleichzeitigen Verwendung von Wunschformeln, kommt es zu einer Verknüpfung zwischen den Prozessen und den Wunschformeln. Ebenso wird der Spannungszustand verringert. Dies geschieht, da man sich im völligen Entspannungszustand in einer Art Hypnose befindet und Zugang zu seinem Unterbewusstsein hat. Man kann dabei alles hören, darauf reagieren und ggf. kontrollieren. Man ist keinesfalls dem Kursleiter ausgesetzt, sonders ausschließlich auf seine eigenen Wunschformeln konzentriert.

Ruhetönung Die Ruhetönung dient dem Ankommen im Raum, der Wahrnehmung des eigenen Körpers und ermöglicht dem Kursteilnehmer, sich auf die folgenden Übungen zu konzentrieren.

Schwereübung Als Schwere wird im AT die Eigenschwere des Körpers bezeichnet, welche man durch völlige Hingabe und der Hinwendung der Aufmerksamkeit wahrnehmen kann. Die Schwereübung führt allgemein zur Entspannung der Willkürmuskulatur. Psychischer Stress (z.B. Sorgen um das Ungeborene, die Zukunft, Ärger im Beruf oder mit dem Partner) rufen muskuläre Verspannungen hervor. Verspannungen führen zu Schmerzen, welche weitere Verspannungen auslösen. Ein sich steigernder Kreislauf entsteht. In der Geburtsvorbereitung können beispielsweise Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur der Schwangeren Schwierigkeiten bereiten. Während der Geburt sorgt die Verspannung der Gebärmutter, welche auch ein Muskel ist, zu verstärkten Schmerzen. Durch die Entspannung kommt es zu einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur. Dies führt auch dazu, dass der Muskulatur mehr Sauerstoff zu Verfügung gestellt wird. Dieser wird von den Muskeln für Stoffwechselprozesse benötigt. Ist seine Konzentration zu gering, kann es zu Verspannungen oder Muskelkater kommen.

Wärmeübung Die Wärmeübung führt allgemein zur Entspannung der Gefäßmuskulatur und somit zur Gefäßerweiterung. Bei Wut, Ärger, Angst (Emotionen, die während einer Geburt auftreten können) oder Notfallsituationen, reagiert der Körper evolutionsbedingt, wie bei einem Fluchtverhalten. Blut wird in die Leiborgane  des Körpers und ins Gehirn gepumpt, um beispielsweise schnell wegrennen zu können. Folglich werden Arme und Beine „blutärmer“ und fühlen sich kalt an. Dadurch wird das Blutvolumen verringert. Die Arterien (= Blutgefäße) werden verengt, der Blutdruck erhöht und die Durchblutung der Muskeln (z.B. der Gebärmutter) wird verschlechtert. Dies führt zu Verspannungen und zu erhöhten Schmerzen. Ziel der Wärmeübung ist es, eine bewusste Gefäßerweiterung herbei zu führen. Besonders für Schwangere, die sowieso schon unter hohen Blutdruck leiden, kann diese Übung sehr hilfreich sein. In der Geburtsvorbereitung kann sie des Weiteren eingesetzt werden, um hormonellen Stimmungsschwankungen auszugleichen und den emotionalen und letztlich auch körperlichen Folgen vorzubeugen. Unter der Geburt kann sie zur Verbesserung der Durchblutung genutzt werden und letztlich der Verkürzung der Eröffnungsphase dienen.

Atemübung Die Atemübung dient dem bewussten Erleben der Atmung und ihrer (begrenzten) Steuerung. Prinzipiell ist die Atmung ein passiver Vorgang. Z.B. Erregung, Zorn oder ein Schreck führen zu ihrer Beschleunigung. Eine harmonische Stimmung hingegen führt zu einer gleichmäßigen, tiefen Atmung. Die Konzentration auf die Atmung erhöht den Entspannungszustand und beeinflusst die Wirkung der vorherigen Übungen positiv. Unter der Geburt kann es auf Grund der ungewohnten Situation und der Angst zu bewusst hervor gerufenen Atemstörungen kommen. So führt das schnelle, flache Einatmung zur Erniedrigung der Kohlenstoffdioxidspannung. Dies kann zu Kribbelgefühlen und anderen Missempfindungen, sowie Verkrampfungen führen. Mit einer gleichmäßigen, längeren Ausatmung, kann der Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut (Kohlenstoffdioxid ist für den Menschen in höheren Dosen giftig) gesunken werden. Die Muskeln werden optimal mit Sauerstoff versorgt und können entsprechend effektiv arbeiten. Dies hat eine schmerzlindernde und kraftbringende Wirkung zu Folge.

Herz-/Pulsübung Die Herz-/Pulsübung dient dem bewussten Erleben des Herzschlages und seiner (begrenzten) Steuerung. Ein gleichmäßiger Rhythmus des Herzens/ Pulses hat eine beruhigende, ausgleichende Wirkung auf den Organismus. Durch die bewusste Konzentration auf den Herzschlag/ Puls gelingt es, von der Herzschlag/ Plus erhöhenden Situation abzulenken und sich zu beruhigen. Ein erhöhter Herzschlag/ Puls ist weder in der Schwangerschaft, noch unter der Geburt förderlich und sollte so schnell es geht, wieder normalisiert werden.

Bauchraumübung Die Bauchübung dient allgemein zur Regulation der Bauchorgane und der Anregung der Verdauungstätigkeiten. Der  Plexus Solaris (Sonnengeflecht) befindet sich an der Rückenwand der Bauchhöhle und ist eine zentrale Anhäufung von Nervenknoten, deren Nervenfasern Muskeln und Organe des gesamten Bauchraums erreichen. Hauptwirkung ist die Zunahme der Darmmotilität. Die Konzentration auf den Plexus Solaris führt zur Mehrdurchblutung der Bauchorgane. Während der Schwangerschaft kommt es oft zu Sodbrennen, Völlegefühl oder Magendruck. Die Bauchraumübung kann hier helfen und auf natürliche Weise für Erleichterung sorgen. Die Durchwärmung (auf Grund der erhöhten Durchblutung) kann zur Linderung von (Vor-) Wehenschmerz führen, da die Gebärmutter entspannt wird. Die Erhöhung der  Darmmotilität kann zum frühen Beginn der Geburt zur inneren Reinigung oder als natürliche Einleitung der Geburt genutzt werden. Die vegetativen Nerven gehen hauptsächlich vom Sonnengeflecht ab. Eine gezielte Konzentration darauf, kann dazu führen, dass das Schmerzempfinden beeinflusst, vermindert wird.

Stirn-/ Kopfübung Die Stirn-/ Kopfübung dient der Eingrenzung aller anderen Übungen, sodass der Übende in der Lage bleibt, das Geschehene zu steuern. Ebenso dient sie der Erfrischung und Kühlung, sodass  anschließend konzentriert weiter gearbeitet werden kann. Das Wärmeerlebnis der anderen Übungen wird vom Kopf ferngehalten. Wärmeempfindungen am Kopf werden meist als unangenehm beschrieben und können zu Kopfschmerzen führen. Die Stirn-/ Kopfübung kann bei nicht organischen Kopfschmerzen und solchen, die auf Grund von Nackenverspannungen auftreten in der Schwangerschaft oder unter der Geburt Linderung herbeiführen.

 

Alle Termine >>>hier<<< Dieser Kurs wird als separater Kurs nur für Schwangere „In Liebe geboren werden“ oder als allgemeiner Kurs „Entspannt durch den Alltag“ angeboten.

Dieser Kurs kann auch online besucht werden.