Psychotherapie · Kindheit · innere Blockaden

Innere Blockaden verstehen Wie Kindheit, frühere Erfahrungen und alte Glaubenssätze unser Erleben im Erwachsenenleben beeinflussen können

Vielleicht wissen Sie längst, dass Sie nicht immer alles perfekt machen müssen. Dass Sie Nein sagen dürfen. Dass nicht jeder Konflikt eine Katastrophe ist und dass Sie nicht ständig funktionieren müssen.

Und trotzdem reagieren Sie in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich. Genau hier kann es sinnvoll sein, nicht nur auf die aktuelle Situation zu schauen, sondern auch darauf, welche Erfahrungen und inneren Überzeugungen Sie geprägt haben könnten.

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Kommt Ihnen das bekannt vor?

„Ich weiß es eigentlich besser und trotzdem reagiere ich immer wieder so.“

Manche Reaktionen erscheinen mit dem Verstand kaum nachvollziehbar. Dennoch tauchen sie in bestimmten Situationen immer wieder auf.

Sie möchten niemanden enttäuschen und sagen deshalb häufig Ja, obwohl Sie eigentlich Nein meinen.
Sie stellen hohe Ansprüche an sich und haben trotzdem häufig das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Kritik trifft Sie stärker, als Sie selbst nachvollziehen können.
Sie übernehmen schnell Verantwortung für die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen.
Nähe ist Ihnen wichtig, gleichzeitig kann sie Unsicherheit oder Rückzug auslösen.
Sie versuchen, möglichst viel zu kontrollieren, weil Unsicherheit schwer auszuhalten ist.
Sie funktionieren lange weiter und bemerken eigene Grenzen häufig erst spät.
Bestimmte Beziehungsmuster oder Konflikte wiederholen sich, obwohl Sie sie eigentlich verändern möchten.

Solche Muster sind nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass „mit Ihnen etwas nicht stimmt“. Sie können sich im Laufe des Lebens entwickelt haben und früher möglicherweise eine nachvollziehbare Funktion erfüllt haben.

Vergangenheit verstehen

Wie Kindheit und frühere Erfahrungen bis heute wirken können

Wir entwickeln unsere Vorstellungen von uns selbst, von Beziehungen und von Sicherheit nicht erst im Erwachsenenalter. Viele grundlegende Erfahrungen entstehen bereits früher.

Anerkennung

Wofür haben Sie Anerkennung bekommen? Für Leistung, Anpassung, Hilfsbereitschaft oder dafür, möglichst wenig Probleme zu machen?

Sicherheit

Wie vorhersehbar und verlässlich haben Sie Beziehungen erlebt? Wie wurde mit Konflikten, Nähe und emotionalen Bedürfnissen umgegangen?

Leistung

Welche Bedeutung hatten Erfolg, Fehler und Erwartungen? Mussten Sie viel leisten, um sich wertvoll oder anerkannt zu fühlen?

Gefühle

Durften Gefühle gezeigt werden oder war es wichtiger, sich zusammenzureißen, stark zu sein und weiterzumachen?

Grenzen

Wie wurde mit Ihren Bedürfnissen und Grenzen umgegangen? Konnten Sie Nein sagen oder war Anpassung häufig leichter?

Beziehungen

Frühe Beziehungserfahrungen können mitprägen, was wir später von Nähe, Distanz, Vertrauen und Konflikten erwarten.

Dabei gilt: Nicht jede heutige Schwierigkeit lässt sich auf die Kindheit zurückführen. Psychische Belastungen können aus dem Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Faktoren entstehen.

Ein häufig verwendetes therapeutisches Bild

Was bedeutet eigentlich „das innere Kind“?

Das „innere Kind“ ist kein Kind, das im Erwachsenen weiterlebt. Der Begriff ist vielmehr ein bildhaftes Konzept.

Er wird häufig verwendet, um Gefühle, Bedürfnisse, Erinnerungen und erlernte Reaktionsweisen zu beschreiben, die mit früheren Erfahrungen verbunden sein können.

Vielleicht reagiert ein erwachsener Mensch beispielsweise sehr stark auf Kritik, obwohl die konkrete Situation dies aus seiner eigenen rationalen Sicht kaum erklärt. Oder die Angst vor Ablehnung führt dazu, dass eigene Bedürfnisse immer wieder zurückgestellt werden.

Das Bild des inneren Kindes kann in der therapeutischen Arbeit dabei helfen, solche emotionalen Reaktionen verständlicher zu machen und einen anderen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Wichtig: Die Arbeit mit dem inneren Kind ist kein eigenständiges wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren. In meiner Praxis kann das Konzept als ein möglicher therapeutischer Zugang genutzt werden, wenn es zum jeweiligen Anliegen passt.

Innere Überzeugungen

Glaubenssätze, die uns bis ins Erwachsenenleben begleiten können

Aus Erfahrungen können sich Vorstellungen darüber entwickeln, wer wir sind, was andere von uns erwarten und was wir tun müssen, um Sicherheit, Anerkennung oder Zugehörigkeit zu erleben.

„Ich muss funktionieren.“
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
„Ich bin nur wertvoll, wenn ich etwas leiste.“
„Ich darf keine Schwäche zeigen.“
„Ich muss es allen recht machen.“
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich muss alles unter Kontrolle haben.“
„Meine Bedürfnisse sind nicht so wichtig.“

Solche Überzeugungen müssen nicht bewusst gedacht werden. Sie können sich vielmehr in automatischen Reaktionen, Entscheidungen und Verhaltensmustern zeigen.

Im therapeutischen Prozess kann betrachtet werden, welche dieser Überzeugungen heute noch hilfreich sind und welche möglicherweise zu Belastungen beitragen.

Ein differenzierter Blick

Die Vergangenheit verstehen, ohne ihr die Schuld an allem zu geben

Es wäre zu einfach, jede psychische Belastung, jede Beziehungsschwierigkeit oder jedes heutige Verhaltensmuster ausschließlich mit der Kindheit zu erklären.

Biologische Faktoren, aktuelle Lebensbedingungen, Beziehungen, Belastungen, persönliche Erfahrungen und individuelle Bewältigungsstrategien können gleichermaßen eine Rolle spielen.

Auch Erinnerungen sind keine objektiven Aufzeichnungen der Vergangenheit. Sie werden aus der heutigen Perspektive erinnert und eingeordnet.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Schuldige in der Vergangenheit zu suchen. Der Blick zurück kann vielmehr dann hilfreich sein, wenn er dazu beiträgt, gegenwärtige Reaktionen und wiederkehrende Muster besser zu verstehen.

Entscheidend ist nicht nur die Frage: „Woher kommt das?“ Sondern auch: „Was brauche ich heute, um anders damit umgehen zu können?“

Psychotherapeutische Begleitung

Von alten Mustern zu neuen Handlungsmöglichkeiten

Vergangenheit lässt sich nicht verändern. Der heutige Umgang mit Erfahrungen, Gefühlen und wiederkehrenden Mustern kann jedoch zum Gegenstand therapeutischer Arbeit werden.

01

Muster erkennen

Welche Situationen lösen bestimmte Reaktionen aus? Welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen wiederholen sich?

02

Zusammenhänge verstehen

Welche früheren Erfahrungen, erlernten Überzeugungen oder heutigen Belastungen könnten eine Rolle spielen?

03

Gefühle und Bedürfnisse einordnen

Was geschieht emotional in bestimmten Situationen und welche Bedürfnisse werden dabei möglicherweise übersehen?

04

Innere Überzeugungen überprüfen

Welche Glaubenssätze stammen möglicherweise aus früheren Erfahrungen und passen heute nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation?

05

Neue Möglichkeiten erproben

Neue Perspektiven und Verhaltensmöglichkeiten können entwickelt und schrittweise in den Alltag übertragen werden.

Mein Arbeitsverständnis

Psycho-Neuro-Modulation

Gedanken, Gefühle, Erfahrungen, Verhalten und körperlich wahrnehmbare Stressreaktionen können miteinander in Beziehung stehen.

Mit Psycho-Neuro-Modulation beschreibe ich mein integratives Arbeitsverständnis in der psychotherapeutischen Begleitung.

Wenn alte Erfahrungen oder innere Blockaden eine Rolle spielen, betrachte ich deshalb nicht nur die biografische Geschichte. Je nach Anliegen können auch heutige Gedanken und Verhaltensweisen, emotionale Reaktionen, körperlich wahrnehmbare Stressreaktionen und Aspekte der Regulation des Nervensystems berücksichtigt werden.

Dabei können unterschiedliche therapeutische Ansätze einbezogen werden. Welche Vorgehensweise sinnvoll erscheint, richtet sich nach der individuellen Situation und dem therapeutischen Verlauf.

Psycho-Neuro-Modulation bezeichnet kein eigenständiges wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren. Der Begriff beschreibt mein integratives Arbeitsverständnis und die Art, wie ich unterschiedliche therapeutische Perspektiven in meiner Praxis zusammenführe.

Methoden

Welche therapeutischen Zugänge können infrage kommen?

Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen und nicht jedes frühere Erlebnis muss intensiv aufgearbeitet werden. Die Auswahl richtet sich nach Ihrem Anliegen und dem individuellen therapeutischen Prozess.

Verhaltenstherapeutische Ansätze

Gedanken, innere Überzeugungen und Verhaltensmuster können betrachtet und neue Handlungsmöglichkeiten schrittweise entwickelt werden.

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EMDR

Bei belastenden Erfahrungen kann EMDR je nach individueller Situation als therapeutisches Verfahren infrage kommen.

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Hypnotherapeutische Ansätze

Hypnotherapeutische Elemente können unter anderem mit inneren Bildern, Vorstellungen und persönlichen Ressourcen arbeiten.

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Neurofeedback

Je nach Anliegen kann Neurofeedback ergänzend in die therapeutische Begleitung einbezogen werden. Ob dies infrage kommt, wird individuell besprochen.

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Mögliche Anliegen

Wann Menschen mit diesen Themen in meine Praxis kommen

Selbstwert

Wiederkehrende Selbstzweifel oder das Gefühl, nicht zu genügen.

Perfektionismus

Hohe Ansprüche an sich selbst und Schwierigkeiten, Fehler oder Unvollkommenheit auszuhalten.

Abgrenzung

Schwierigkeiten, Nein zu sagen, eigene Grenzen wahrzunehmen oder Bedürfnisse zu vertreten.

Beziehungsmuster

Wiederkehrende Reaktionen bei Nähe, Distanz, Konflikten oder Angst vor Ablehnung.

Innere Antreiber

Das Gefühl, ständig funktionieren, leisten oder Verantwortung übernehmen zu müssen.

Innere Blockaden

Das Erleben, sich selbst immer wieder im Weg zu stehen, obwohl Veränderung eigentlich gewünscht ist.

Häufige Fragen

Inneres Kind, Kindheit und innere Blockaden

Was versteht man unter dem inneren Kind?

Der Begriff „inneres Kind“ wird häufig bildhaft für Gefühle, Bedürfnisse, Erinnerungen und erlernte Reaktionsmuster verwendet, die mit früheren Erfahrungen verbunden sein können. Es handelt sich nicht um ein eigenständiges wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren.

Muss ich meine gesamte Kindheit aufarbeiten?

Nein. Psychotherapeutische Arbeit muss nicht bedeuten, die gesamte Lebensgeschichte ausführlich zu bearbeiten. Frühere Erfahrungen werden insbesondere dann betrachtet, wenn sie für das Verständnis eines heutigen Anliegens relevant erscheinen.

Kommt jedes heutige Problem aus der Kindheit?

Nein. Psychische Belastungen können durch das Zusammenspiel biologischer, psychischer, sozialer und aktueller lebensbezogener Faktoren entstehen. Frühere Erfahrungen können eine Rolle spielen, sind aber nicht automatisch die Ursache heutiger Probleme.

Was sind innere Blockaden?

Der Begriff „innere Blockade“ ist keine medizinische Diagnose. Er wird häufig verwendet, wenn Menschen erleben, dass sie trotz bewusster Veränderungswünsche immer wieder in ähnliche Gedanken, Gefühle oder Verhaltensmuster geraten.

Kann man alte Glaubenssätze verändern?

Innere Überzeugungen und damit verbundene Verhaltensmuster können Gegenstand psychotherapeutischer Arbeit sein. Welche Veränderungen im individuellen Fall möglich sind und wie sich ein therapeutischer Prozess entwickelt, lässt sich jedoch nicht vorhersagen oder garantieren.

Welche Methoden setzen Sie dabei ein?

Je nach Anliegen können unter anderem verhaltenstherapeutische Ansätze, EMDR, hypnotherapeutische Elemente und weitere Methoden meiner Praxis einbezogen werden. Die Auswahl erfolgt individuell.

Kann ich zunächst nur einen Termin vereinbaren?

Ja. Sie müssen sich nicht im Voraus auf eine bestimmte Anzahl von Sitzungen festlegen. Nach einem Termin kann gemeinsam besprochen werden, ob und in welchem Rahmen eine weitere Begleitung infrage kommt.

Der erste Schritt

Möchten Sie verstehen, was hinter wiederkehrenden Mustern steckt?

Im kostenlosen 15-minütigen Kennenlernen können Sie mir kurz schildern, was Sie derzeit beschäftigt. Wir können dabei klären, ob meine Praxis grundsätzlich der passende Rahmen für Ihr Anliegen sein könnte.

Das Kennenlernen ist kostenlos und unverbindlich. Sie müssen sich dabei weder für eine bestimmte Methode noch für weitere Sitzungen entscheiden.

Praxis für Psychotherapie in Königs Wusterhausen

Dr. rer. nat. Mareike Dittmer
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Melli-Beese-Straße 6
15712 Königs Wusterhausen, Ortsteil Zernsdorf

Telefon: 03375 5859 807
E Mail: info@hypnose-psychotherapie-berlin.de

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