Psychotherapie · Beruflicher Stress und Erschöpfung
Burnout erkennen: Warnsignale und sinnvolle nächste Schritte
Sie gehen zur Arbeit, erfüllen Ihre Aufgaben und haben trotzdem das Gefühl, dass Ihre Kräfte immer weiter nachlassen? Burnout-Anzeichen können sich schleichend entwickeln. Hier erfahren Sie, welche Warnsignale ernst zu nehmen sind, wie Burnout von anderen Ursachen abgegrenzt wird und welche Schritte hilfreich sein können.
Einordnung von Dr. rer. nat. Mareike Dittmer, Heilpraktikerin für Psychotherapie in Zernsdorf bei Königs Wusterhausen.
Was bedeutet Burnout eigentlich?
Der Begriff Burnout wird oft für das Gefühl verwendet, völlig ausgebrannt zu sein. In der ICD-11 beschreibt die Weltgesundheitsorganisation Burnout jedoch ausdrücklich als berufliches Phänomen, das aus chronischem Stress am Arbeitsplatz hervorgeht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Burnout ist dort keine eigenständige medizinische Erkrankung.
Beschrieben werden drei Dimensionen: Erschöpfung beziehungsweise Energieverlust, eine zunehmende innere Distanz zur Arbeit oder negative Haltung gegenüber dem Beruf sowie das Gefühl verringerter beruflicher Leistungsfähigkeit. Nicht jedes Erschöpfungsgefühl ist deshalb automatisch Burnout.
7 Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten
1. Ständige Erschöpfung
Sie fühlen sich schon vor Arbeitsbeginn ausgelaugt und erholen sich am Wochenende kaum.
2. Zunehmende Distanz
Aufgaben, die Ihnen früher wichtig waren, lösen Gleichgültigkeit oder Widerwillen aus.
3. Konzentration fällt schwer
Entscheidungen, Gespräche oder gewohnte Tätigkeiten benötigen deutlich mehr Kraft.
4. Gefühl sinkender Wirksamkeit
Sie haben den Eindruck, trotz großer Anstrengung immer weniger zu schaffen.
5. Reizbarkeit und Rückzug
Sie reagieren schneller gereizt oder ziehen sich von Kolleginnen, Kollegen und nahestehenden Menschen zurück.
6. Schlaf und Anspannung
Sie grübeln über die Arbeit, schlafen schlechter oder können nach Feierabend nicht abschalten.
7. Warnsignale des Körpers
Zum Beispiel Kopf- oder Bauchbeschwerden und Verspannungen können auftreten, haben aber vielfältige mögliche Ursachen.
Diese Hinweise sind keine Selbstdiagnose. Auch andere psychische und körperliche Ursachen kommen infrage.
Wie entwickelt sich Burnout?
Burnout wird mit chronischer beruflicher Belastung in Verbindung gebracht. Dazu können dauerhaft hohe Anforderungen, fehlende Einflussmöglichkeiten, unklare Rollen, Konflikte, geringe Anerkennung und zu wenig Erholungszeit beitragen. Wie stark diese Faktoren wirken, ist individuell verschieden.
Besonders tückisch: Wer lange zuverlässig funktioniert, erkennt die eigene Überforderung manchmal erst spät. Eine starre Abfolge von Burnout-Phasen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Burnout, Dauerstress oder Depression?
Dauerstress beschreibt eine länger anhaltende Belastungsreaktion. Burnout bezieht sich nach ICD-11 auf den beruflichen Kontext. Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die beispielsweise mit anhaltend gedrückter Stimmung, Interessenverlust oder weiteren Beschwerden verbunden sein kann und nicht auf die Arbeit beschränkt sein muss. Die Unterscheidung erfordert eine fachliche Einschätzung.
Zum Vergleich lesen Sie auch „Seelische Erschöpfung: Ursachen und Hilfe“ sowie „Ständig erschöpft trotz Schlaf?“.
Was tun bei Burnout-Anzeichen? 6 sinnvolle Schritte
- Belastungen konkret erfassen: Welche Situationen, Aufgaben und Erwartungen kosten derzeit besonders viel Energie?
- Ärztliche Abklärung einplanen: Besonders bei anhaltender Erschöpfung, Schlafproblemen oder körperlichen Beschwerden sollten mögliche Ursachen untersucht werden.
- Arbeitsbedingungen ansprechen: Soweit möglich, sprechen Sie über Prioritäten, Arbeitsmenge, Pausen oder Unterstützung. Nicht jede Belastung lässt sich allein durch Selbstfürsorge lösen.
- Erholungszeiten schützen: Planen Sie realistische Unterbrechungen und Grenzen für berufliche Erreichbarkeit.
- Unterstützung organisieren: Gespräche mit vertrauten Menschen, betriebliche Anlaufstellen oder professionelle Beratung können entlasten.
- Psychotherapeutische Hilfe prüfen: Wenn sich Überforderungsmuster verfestigt haben oder der Alltag deutlich leidet, kann ein therapeutisches Gespräch sinnvoll sein.
Wann ist psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll?
Wenn Sie sich dauerhaft überfordert fühlen, berufliche Belastungen nicht mehr begrenzen können oder wiederholt über Ihre eigenen Bedürfnisse hinweggehen, kann Psychotherapie helfen, belastende Denk- und Verhaltensmuster zu verstehen. Je nach Anliegen können beispielsweise verhaltenstherapeutische Ansätze zur Arbeit an Grenzen, Bewertungen und Handlungsmöglichkeiten eingesetzt werden.
In meiner Praxis kommen abhängig von der individuellen Situation und fachlichen Eignung auch EMDR oder Hypnose infrage. Die Wahl eines Verfahrens wird im Gespräch geklärt. Ein bestimmter Behandlungserfolg lässt sich nicht versprechen.
Bei Verdacht auf Depression, schwerer psychischer Symptomatik oder notwendiger medizinischer Versorgung ist eine entsprechend qualifizierte ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung wichtig. Lesen Sie ergänzend „Bin mit den Nerven am Ende: Was tun?“.
Psychotherapie für Selbstzahler
Unterstützung bei Erschöpfung in Königs Wusterhausen und Umgebung
Meine Praxis liegt in Zernsdorf, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen. Ich begleite erwachsene Selbstzahlerinnen und Selbstzahler unter anderem aus Wildau, Zeuthen, Bestensee, Heidesee und der Umgebung. Diese Orte gehören zum Einzugsgebiet; dort bestehen keine weiteren Praxisstandorte.
Ich bin Dr. rer. nat. Mareike Dittmer, Heilpraktikerin für Psychotherapie. In einem ersten Kennenlernen können wir besprechen, welche Belastungen Sie erleben und ob mein Angebot zu Ihrer Situation passt.
Häufige Fragen zu Burnout und Erschöpfung
Woran erkenne ich einen Burnout?
Mögliche Warnsignale sind anhaltende Erschöpfung, zunehmende Distanz zur Arbeit und das Gefühl, beruflich weniger leisten zu können. Einzelne Symptome beweisen keinen Burnout und sollten bei anhaltender Belastung fachlich abgeklärt werden.
Ist Burnout eine psychische Erkrankung?
Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout in der ICD-11 als berufliches Phänomen infolge von chronischem, nicht erfolgreich bewältigtem Stress am Arbeitsplatz, nicht als eigenständige medizinische Erkrankung.
Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?
Burnout bezieht sich definitionsgemäß auf den beruflichen Kontext. Eine Depression kann viele Lebensbereiche betreffen und ist eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Da Beschwerden ähnlich sein können, ist eine fachliche diagnostische Abklärung wichtig.
Kann man einen Burnout haben, obwohl man noch funktioniert?
Ja, Menschen können trotz erheblicher Erschöpfung zunächst weiterarbeiten und Aufgaben erfüllen. Das allein sagt jedoch nichts über eine Diagnose aus. Entscheidend sind Verlauf, Belastung und mögliche andere Ursachen.
Was sollte ich bei ersten Burnout-Warnzeichen tun?
Prüfen Sie Ihre Belastung, sprechen Sie über konkrete Entlastung und vereinbaren Sie bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden eine ärztliche Abklärung. Psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, Belastungsmuster und Grenzen zu bearbeiten.
Wann sollte ich wegen Erschöpfung ärztliche Hilfe suchen?
Wenn Erschöpfung über längere Zeit anhält, Schlaf, Stimmung oder Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt oder neue körperliche Beschwerden auftreten, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.
Wo finde ich Unterstützung bei Burnout-Anzeichen in Königs Wusterhausen?
In Zernsdorf bei Königs Wusterhausen bietet Dr. rer. nat. Mareike Dittmer als Heilpraktikerin für Psychotherapie psychotherapeutische Unterstützung für erwachsene Selbstzahler an. Ob das Angebot passend ist, lässt sich in einem ersten Kennenlernen klären.
Sie möchten Ihre Belastung einordnen?
Ein erstes Gespräch kann helfen zu klären, ob psychotherapeutische Unterstützung in meiner Praxis passend ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.
Kostenloses Kennenlernen vereinbarenBei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wählen Sie 112. Für dringende, nicht lebensbedrohliche medizinische Hilfe erreichen Sie 116117. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Untersuchung oder Diagnostik.